4. Förderkonzept.
4.1 Förderklassen 5 und 6 Deutsch
4.2 eFit Mathematik in Klasse 5
4.3 LRS - Unterricht in den Klassen 5 und 6
4.4 Förderung von Schülern/innen mit Migrationshintergrund
4.5 Förderpraktika im letzten Pflichtschuljahr: Klasse 9 - BuS
Die Schüler der Jahrgänge 5 und 6 erhalten eine zusätzliche Förderung im sprachlichen Bereich.
Ziele
- Abbau von Lernschwierigkeiten und Beseitigung von Lernlücken
- Schüler werden in ihrer Selbstständigkeit gefördert
- Stärkung individueller Kompetenzen
Arbeitsfeld
Neben dem 5stündigen Deutschunterricht erhalten die Schüler im 5. Schuljahr 3 und im 6. Schuljahr 2 Stunden Förderunterricht Deutsch.
Dieser Unterricht ist individualisiert und dient dazu, Lerninhalte intensiver zu üben, sodass alle Kinder sichere Grundlagen für ihr Weiterlernen erhalten, den Anforderungen der SI gewachsen sind und den weiteren Bildungsweg erfolgreich absolvieren können.
Es erfolgt eine intensive Förderung
- der Lesekompetenz
- des mündlichen Sprachgebrauchs
- des Umgangs mit Texten
- des schriftlichen Sprachgebrauchs
- des Rechtschreibens
- der Reflexion über Sprache
- der Arbeitstechniken.
Als Qualitätssicherung erfolgt ein jährliches Controlling zur Überprüfung des individuellen Fortschritts.
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Mit den Schülern der 5. Klassen beteiligt sich unsere Schule am Projekt „Ergänzende Förderangebote mit IT-gestützten Medien“ in dem Fach Mathematik.
Ziele
- Lehrer und Schüler erhalten ein Instrument zur individuellen und gezielten Förderung
- Vorhandene Defizite in den Basiskompetenzen werden ausgeglichen
Arbeitsfeld
Damit das multimedial aufgebaute Projekt optimal genutzt werden kann, hat jeder Schüler einen eigenen PC – Arbeitsplatz. Unterstützung erhalten die Schüler durch einen strukturierten und einheitlichen Aufbau aller Übungseinheiten. Für jede Übungsform kann eine Hilfeseite aufgerufen werden, die den Ablauf der jeweiligen Übung erklärt.
Die erzielten Ergebnisse bei der Bearbeitung der Übungseinheiten sind für Lehrer und Schüler einsehbar. Sie zeigen aber nicht die Anzahl der richtigen oder falschen Lösungen, sondern die Anzahl der Hilfestellungen, die der Schüler bei der Lösung der Aufgabe genutzt hat.
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Ziele
- Frühzeitiges Erkennen der Lernschwäche
- Abbau der Lernschwäche durch das Anwenden vieler verschiedener Fördermöglichkeiten
Arbeitsfeld
Durch ein Diagnoseverfahren am Ende des ersten Halbjahres des 5. Schuljahres werden die LRS – Schüler ermittelt. Mit Hilfe einer qualitativen sowie einer quantitativen Analyse der Rechtschreibfehler wird ein individuelles Förderpaket für die entsprechenden Schüler zusammengestellt. Bis zum Ende der 6. Klasse erhalten sie 2 Wochenstunden LRS- Förderunterricht. Halbjährlich wird durch Tests untersucht, inwieweit sich die Rechtschreibung verbessert hat. Während der Förderzeit wird die Rechtschreibnote bei der Ermittlung der Deutschnote nicht berücksichtigt.
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Ziele
- Vermittlung grundlegender sprachlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten, die es den Schülern ermöglichen, kommunikativ an Alltagssituationen innerhalb und außerhalb der Schule teilzunehmen.
- Ausbau der grundlegenden sprachlichen Kompetenz im Hinblick auf eine dauerhafte und vollständige Teilnahme am Unterricht der Regelklasse.
- Förderung der Lese- und Sprachkompetenz.
Arbeitsfeld
Viele unserer Migrantenkinder sprechen zu Hause und in der Schule zu wenig Hochdeutsch, sodass sie hinter anderen Mitschülerinnen und Mitschülern in Wort, vor allem aber in Schrift, zurückstehen. Beim Erlernen einer Sprache und ebenfalls im Zusammenhang mit Integration wird aber immer wieder deutlich, dass das Aufeinander zugehen mit Sprache anfängt.
Um unseren Migrantenkindern eine chancengleiche Bildung und Erziehung zu ermöglichen und das Verständnis in allen Unterrichtsfächern zu verbessern bzw. zu unterstützen, setzen wir unsere Schwerpunkte auf die Förderung der Sprach- ,Schreib- und Lesekompetenz in Kleingruppen.
An unserer Schule haben wir einen Migrantenanteil von 25 Prozent. Die Förderung variiert in der Stundenzahl. Bei reduzierter Stundenzahl konzentrieren wir uns in den Stufen 5/6 bzw. 7/8 hauptsächlich auf die Schülerinnen und Schüler, die einen hohen Sprachförderbedarf haben. Der Migrantenförderunterricht findet inhaltlich unterrichtsbegleitend, parallel zum Regelunterricht statt. Das erfordert eine enge Absprache der Lehrer untereinander.
Es handelt sich in der Regel um heterogene Gruppen in Bezug auf die Sprachkenntnisse, deshalb sind individualisierende und differenzierende Maßnahmen erforderlich. Im regelmäßigen Turnus wechseln die Gruppen, damit nicht immer der gleiche Unterricht ausfällt.
Den größten Teil des Unterrichts übernimmt eine Lehrerin türkischer Herkunft. Das hat den Vorteil, dass die Muttersprache eines großen Teils der Migranten berücksichtigt werden kann. Die Förderung erfolgt nicht nur in Deutsch, sondern auch in allen anderen Fächern. Außerdem werden Klassenarbeiten und Hausaufgaben vor- bzw. nachgearbeitet.
Diagnostik
Grundlagen der Diagnostik sind:
- Die Deutschnote, insbesondere die Rechtschreibfähigkeit mit Hilfe der Hamburger Schreibprobe
- Weiterhin wird die Lesefähigkeit überprüft, hier vor allem die Sinnentnahme (aus der Analyse von Leseproben).
- Die mündliche Mitarbeit (aus Beobachtungen und Befragung des Klassenlehrers)
Förderung der Schreibkompetenz
Bei der Schreibkompetenz legen wir den Schwerpunkt der Förderung auf die Rechtschreibleistungen. Nach der Analyse der Hamburger Schreibprobe werden die Schüler individuell und differenziert gefördert. Sie erhalten spezielle Übungen zu den orthographischen Regeln und arbeiten mit den häufigsten Fehlerwörtern.
Wenn es um das Verfassen von Texten geht, werden mit den Schülern themenbezogene Vokabulare erarbeitet, geübt und gefestigt.
Förderung der Lesekompetenz
Die Lesekompetenzförderung beinhaltet die Vertiefung, Wiederholung und Festigung der Arbeitstechniken, die im Regelunterricht angewendet werden. Zudem liegt aber noch ein Schwerpunkt auf sinnentnehmendem Lesen.
Förderung der mündlichen Sprachkompetenz
Die Sprachförderung geht über die Förderung in Kleingruppen hinaus. Sie geschieht überall dort, wo sprachliche Kommunikation stattfindet. Im Fachunterricht wird z.B. auch der dazugehörige Wortschatz eingeführt bzw. in Kleingruppenförderung durch Vorarbeit bzw. Nacharbeit gefestigt.
Evaluation
- Regelmäßige Teamkonferenzen der Förder- und Klassenlehrer
- Rückmeldung der Klassen- bzw. Fachlehrer, nach Beobachtung der Schüler im Regelunterricht (Verbesserung der Kompetenzen, bessere Mitarbeit, Verbesserung der schriftlichen Leistungen,)
- Positive Reflexionsgespräche mit den einzelnen Schülern
- Überprüfung des Arbeitsmaterials auf seine Brauchbarkeit
Ausblick
Die Stundenzahl der Migrantenförderung sollte erhöht werden, denn gerade diese Kinder stellen nach wie vor die höchste Schulabbrecherquote dar. Lerntagebücher bzw. Portfolios für spezielle Übungen sollten eingeführt werden.
Zumindest bei den türkischsprachigen Kindern konnte festgestellt werden, dass die Schüler, die die eigene Muttersprache nur unzureichend sprechen, auch im Deutschen größere Schwierigkeiten aufzeigten. Eine ein- bis zweistündige Förderung in der Muttersprache könnte sich positiv auch auf die deutsche Sprache auswirken.
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Ziele
Nahtloser Übergang in Ausbildung oder Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt im Anschluss an die Schule
Annäherung an eine realistische Berufsorientierung
- Erkennen des Zusammenhangs zwischen beruflichen und schulischen Anforderungen
- Steigerung der Chancen bei der Bewerbung um Ausbildungs- und Arbeitsplätze
- Stabilisierung der Persönlichkeit und sozialen Kompetenz
Arbeitsfeld
Seit dem Schuljahr 2000/01 gibt es an unserer Schule eine „BuS“-Klasse, die für junge Menschen mit erhöhtem Förderbedarf eingerichtet wurde. Die Jugendlichen bereiten sich an drei Schultagen auf den Eintritt in das Berufsleben vor. Einige wenige können am Ende des Jahres den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 erlangen. An zwei Tagen – immer am Dienstag und Mittwoch – arbeiten die Schüler in einem Betrieb, um dort evt. eine Arbeits- oder Lehrstelle zu finden.
Wenn die Schüler in unsere Klasse kommen, haben sie in der Regel die Vollzeitschulpflicht erfüllt oder befinden sich im 10. Schulbesuchsjahr. Die Probleme dieser Schüler sind vielfältig (Schulmüdigkeit, Schwänzen, Drogenkonsum, Probleme im Elternhaus, Frühschwangerschaften, psychische Störungen usw.). Ziel ist es, die Schulmüdigkeit abzubauen und neue Motivation in den Schülern zu wecken.
In der Kleingruppe werden schnell individuellen Lernstärken und –schwächen erkannt, auf die die beiden Klassenlehrer und ein Fachlehrer verstärkt eingehen können. Klassenarbeiten können z.B. zu unterschiedlichen Zeiten mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad geschrieben werden.
Die Inhalte der Kernfächer sind:
Deutsch Arbeitsbericht, Lebenslauf, Bewerbung, Ausfüllen von Formularen, Internetrecherche und computerunterstützte Rechtschreibübungen, Lesen von Fahrplänen, Verträgen u.ä.
Mathematik Festigung der mathematischen Grundfertigkeiten, Lösung von berufsbezogenen Aufgaben, Mathematik als „Lebenshilfe“: Ratenkauf, Steuern, Versicherungen
Englisch Erwerb von situativen Sprachmustern, Englisch in meinem Beruf, Schreiben von kurzen Texten und Briefen
Die Nebenfächer sind auf eine Unterrichtsstunde reduziert; Fächer wie Sport, Hauswirtschaft und Kunst werden in Projekten unterrichtet.
Unterstützt wird diese spezielle Lerngruppe durch den Sozialarbeiter, der zu Beginn des Schuljahres ein mehrstündiges Sozialtraining durchführt.
Es werden Kompetenzen wie Pünktlichkeit, Ausdauer, Umgang mit Kollegen, Organisation von Fahrten geschult.
Wichtig sind für uns auch außerschulische Partner, etwa im Bereich der Sexualerziehung, der Suchtprävention, Selbstbehauptung und -verteidigung sowie der Körperpflege.
Erlebnispädagogische Elemente unterstützen das Selbstwertgefühl und den Abbau von Angst und stärken die Klassengemeinschaft. In einem einwöchigen Seminar werden schriftliche, telefonische und persönliche Bewerbung trainiert.
Die Förderung in der BuS-Klasse wirkt sich erfolgreich auf die Jugendlichen aus. Das sieht man daran, dass bis jetzt ca. 50% dieser Schüler eine Ausbildung/Beschäftigung finden und weitere 45% Berufsfachschulen oder Förderlehrgänge besucht haben.
Evaluation
Ständiger Austausch mit den Betrieben
Häufige Teamkonferenzen
Einzelgespräche mit den Schülern
Überprüfung des Betriebes auf seine Eignung für BuS-Schüler
Ständiges Controlling des Jugendlichen über seine Eignung für den gewünschten Beruf
Konsequenzen
Frühzeitige Information der in Frage kommenden Schüler vor der Bildung der neuen BuS-Klasse
Sorgfältige Dokumentation des Controllings.
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